Netzpolitik
02.08.2012

Anonymous rächt Charity-Hack

Nachdem eine Webseite, die für hungernde Kinder Geld sammelt, gehackt wurde, mischte sich Anonymous ein und forschte den Missetäter aus. Die persönlichen Daten wurden dem Betreiber der betroffenen Webseite zugesandt, der diese an die Polizei weiterleitete.

Als der Dokumentarfilmer Bryan Bruce seine Webseite öffnete, konnte er seinen Augen nicht trauen. In großen Lettern stand dort, dass seine Homepage von einem gewissen "AnonVoldemort" gehackt wurde. Bruce, der mithilfe des Verkaufs von Dokumentarfilmen Geld für hungernde Kinder sammelt, postete daraufhin einen Hilferuf auf Facebook, mit der Bitte, ihm zu helfen und den Hacker ausfindig zu machen. Lange musste der 64-Jährige nicht warten, denn schon am selben Tag bekam er sämtliche Informationen über den Hacker von einigen Mitgliedern der Gruppe Anonymous zugespielt. So soll es sich bei "AnonVoldemort" um einen 35-jährigen Mann handeln, der in Madrid lebt. Bruce wandte sich daraufhin an die lokalen Behörden, die sich der Sache annahmen.

"Wie Robin Hood"
Obwohl der Hacker schnell ausgeforscht wurde und die Seite mittlerweile wieder online ist, wirddem Dokumentarfilmer in den nächsten Wochen wohl ein größerer finanzieller Schaden entstehen. Bei dem Hack dürften gröbere Schäden entstanden sein, denn der reibungslose Verkauf der DVDs, deren Erlös hungernden Kindern zugutekommt, ist laut Bruce für die nächsten Wochen nicht möglich. Trotz der Umstände zeigte sich der 64-Jährige dankbar und sagte gegenüber der Presse, dass die Aktion von Anonymous Robin Hood sehr nahe komme.

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