Netzpolitik
06.11.2013

Apple-Report zeigt Datenhunger der Regierungen

Apple hat einen Bericht veröffentlicht, der zeigt, wie oft Regierungen die Herausgabe von Daten angefordert haben. Auch Österreich hat Auskunft begehrt.

Im Jahr 2013 hat Apple laut einem Report bislang 1.000 bis 2.0000 Anträge auf Herausgabe von Nutzerdaten von der US-Regierung erhalten. In 0 bis 1.000 Fällen wurde den Aufforderungen nachgekommen. Genauere Angaben darf Apple aufgrund der derzeitigen Gesetzeslage nicht machen. Apple, Google und andere Firmen setzen sich derzeit dafür ein, dass diese Vorgabe gelockert wird, wie slashdot berichtet.

Auch andere Regierungen haben bei Apple um Userdaten gebettelt. England und Spanien teilen sich mit 127 beziehungsweise 102 Anfragen den zweiten Platz hinter den USA. Österreich hat laut Apples Bericht in zwei Fällen um die Herausgabe von Nutzerdaten gebeten. Erhalten haben die hiesigen Behörden die Informationen aber lediglich in einem Fall.

In den Report hat Apple eine Art Frühwarnsystem für NSA-Anfragen eingebaut. Aufforderungen unter Paragraph 215 des Patriot-Act, welcher der NSA den Zugriff auf Metadaten erlaubt, dürfen eigentlich nicht veröffentlicht werden. Da Apple explizit erwähnt, dass keine derartige Anfrage vorgekommen ist, wäre das fehlen dieses Hinweises in der nächsten Version ein Hinweis darauf, dass die NSA Auskünfte unter Paragraph 215 verlangt hat.