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Datenschutz-Debatte Aufregung um Gesichter-Scans in San Francisco.

Foto: Reuters/Robert Galbraith
Bürgerrechtler laufen gegen die geplante Verschärfung von Sicherheitsmaßnahmen in San Francisco Sturm. Wie die Stadtverwaltung vorschlägt, sollen bei Veranstaltungen ab einer Zahl von 100 Besuchern alle Gesichter der Anwesenden von Kameras aufgenommen und eine Ausweiskontrolle durchgeführt werden.

Wird der Entwurf der San Francisco Entertainment Commission abgesegnet, müssten die gesammelten Daten gespeichert werden und wären schließlich per gesetzlicher Anordnung zumindest 15 Tage abrufbereit. Die Anordnung sieht auch vor, dass sämtliche Besucher vor dem Betreten des Gebäudes mit einem Metall-Detektor gescannt werden müssen.

Angriff auf Bürgerrechte
„Wir sind schwer enttäuscht, dass die Commission derart verstörende, autoritäre und unbedachte Regeln ins Auge fasst, die ein Angriff auf die grundlegendsten Bürgerrechte bedeuten“, kritisiert die Bürgerrechtsbewegung Electronic Frontier Foundation (EFF) in einer Aussendung. Gemeinsam mit anderen Organisationen und besorgten Bürgern sollen bei einem öffentlichen Hearing heute Abend die Verantwortlichen noch umgestimmt werden.

Die EFF sieht vor allem Veranstaltungen mit starken kulturellen, ideologischen und politischen Komponenten gefährdet, die aber gerade San Francisco eine lange Tradition hätten. „Wenn Besucher einer Anti-Krieg-Veranstaltung, eines schwulen Nachtclubs oder eines Fundraisers für Bürgerrechte ihre Identität angeben müssen und diese Daten noch dazu gespeichert werden, werden sich viele den Besuch zwei Mal überlegen“, so die EFF.  Für San Francisco bedeute dies, dass die als politisch und kulturell tolerant geltende Stadt in einen Polizei-Stadtstaat umgewandelt würde.

(futurezone) Erstellt am 12.04.2011, 11:10

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