Netzpolitik
05.06.2013

Bangladesch erlaubt YouTube-Zugriff

Nach acht Monaten YouTube-Sperre können Internetnutzer in Bangladesch jetzt wieder auf das Videoportal zugreifen.

Bangladesch hat die Sperre am Mittwoch wieder aufgehoben. Man sei im Gespräch mit dem Betreiber Google über die Entfernung „beleidigender und umstrittener" Videos von der Seite, teilte der Chef der Telekommunikations-Regulierungsbehörde des Landes, Sunil Kanti Bose, mit.

Mitte September 2012 war der Zugang zur Seite gesperrt worden, nachdem Bangladeschs Premierminister Sheikh Hasina Wazed die Ausstrahlung eines islamfeindlichen Films verboten hatte. Der in den USA produzierte Film „Die Unschuld der Muslime", der in Ausschnitten auf Youtube gezeigt wurde, hatte in der muslimischen Welt Empörung und gewaltsame Proteste ausgelöst, weil darin der Prophet Mohammed als Frauenheld, Homosexueller und Päderast dargestellt wurde.

Der 14-minütige Inhalt kann bislang auch nach der Aufhebung der Sperre in Bangladesch auf Youtube gesehen werden. Das Video ist aber mit einer Warnung versehen. In Bangladesch sind rund 90 Prozent der Bevölkerung Muslime.

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