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© APA/AFP/GREG BAKER / GREG BAKER

Netzpolitik

Bericht: China steckt hinter jahrelanger iPhone-Spionage

Google-Sicherheitsforscher haben vergangene Woche eine massive Spionagekampagne aufgedeckt, die auf Apple-User abzielte. Dabei wurden Webseiten so manipuliert, dass ein simpler Besuch mit einem iOS-Gerät ausreicht, um sich schädliche Software einzufangen. Fotos, Nachrichten und sogar der Echtzeit-Standort konnte so ausspioniert werden (die futurezone hat berichtet). Möglich war das durch eine mittlerweile geschlossene Sicherheitslücke in dem Betriebssystem iOS.

Die Schwachstelle wurde bereits aktiv ausgenutzt, wie es heißt. Entsprechende Webseiten waren demnach rund 30 Monate aktiv. Unklar war vorerst, wer hinter der Spionageattacken steckt und was ihr Zweck ist. Ein Bericht bei Techcrunch deutet nun auf staatliche Akteure hin. Namentlich nicht genannte Quellen berichten demnach davon, dass höchstwahrscheinlich China etwas damit zu tun hat. Demnach wurden die Sicherheitslücken von chinesischen Behörden ausgenutzt, um Mitglieder der Uiguren-Minderheit in der autonomen Region Xinjiang zu überwachen. 

Schwachstelle

Die Google-Forscher entdeckten insgesamt zwölf Wege, iPhone und iPads zu kompromittieren. Betroffen waren alle Apple-Geräte mit den iOS-Versionen 10 bis 12. Apple wurde bereits Anfang des Jahres von dem Problem in Kenntnis gesetzt und lieferte am 7. Februar mit iOS 12.1.4 ein Update aus. Die Forscher können allerdings nicht ausschließen, dass noch andere, ähnliche Spionagekampagnen, laufen.

Die chinesische Regierung geht regelmäßig mit repressiven Maßnahmen gegen die muslimische Minderheit in dem Land vor. Laut Zahlen der Vereinten Nationen soll China in den vergangenen Jahren mehr als eine Million Uiguren in “Umerziehungslager” inhaftiert haben. 

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