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Wikileaks

Bin-Laden-Sohn wollte von USA Sterbeurkunde für Vater

Ein Sohn des 2011 von US-Elitesoldaten getöteten Al-Kaida-Führers Osama bin Laden hat die USA laut Wikileaks-Dokumenten um eine Sterbeurkunde für seinen Vater gebeten. Die Online-Enthüllungsplattform veröffentlichte dazu am Donnerstag ein Antwortschreiben des US-Generalkonsuls in Riad, Glen Keiser, an Bin Ladens Sohn Abdullah bin Laden.

„Saudi Cables“

Es gehört zu rund 70.000 Dokumenten namens „Die saudiarabischen Kabel“ („The Saudi Cables“). Insgesamt will Wikileaks in den kommenden Wochen mehr als eine halbe Million diplomatischer Kabel und andere Dokumente des saudi-arabischen Außenministeriums und anderer Institutionen des Landes veröffentlichen.

US-Generalkonsul Keiser bestätigt in dem Schreiben den Eingang des Bittgesuchs von Abdullah bin Laden. Auf Anraten von Rechtsexperten stelle die US-Regierung jedoch kein solches Dokument aus, schreibt Keiser demnach. Das sei das übliche Vorgehen im Fall von „Individuen, die bei Militäreinsätzen getötet werden“. Stattdessen stellte Keiser dem Sohn Gerichtsunterlagen zur Verfügung, in denen US-Vertreter Bin Ladens Tod bestätigten; ein Ergebnis dieser Bestätigungen war, dass die strafrechtliche Verfolgung des Al-Kaida-Führers eingestellt wurde.

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