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Recht

Britische Regierung will 10 Jahre Haft für Online-Piraten

Bei einer öffentlichen Anhörung zum Plan der britischen Regierung, Verstöße gegen das Urheberrecht künftig mit bis zu 10 Jahren Haft zu bestrafen, haben Rechtsexperten heftige Kritik an dem Vorhaben geäußert, wie theregister berichtet. Die "Britisch an Irisch Law, Education and Technology Association" bezeichnete die Idee als "inakzeptabel, nicht durchführbar und unleistbar". Es gebe keinen Grund, die bestehenden Gesetze zu ändern, da es ausreichende Möglichkeiten gebe, gegen Urheberrechtsverletzungen im Netz vorzugehen. Das britische Büro für geistiges Eigentum hatte im März eine Studie in Auftrag gegeben, um zu erheben, ob ein Strafmaß von 10 Jahren abschreckend auf Online-Piraten wirken würde.

Daraufhin entbrannte eine Debatte im Parlament über das Ungleichgewicht zwischen On- und Offline-Urheberrechtsverletzungen, die zu dem zwölfseitigen Vorschlag geführt hat, der bei der Anhörung von Experten zerpflückt wurde. Unter anderem wurde kritisiert, dass das überlastete britische Gefängnissystem keine weiteren Insaßen gebrauchen könne. Zudem sei es oft äußerst schwierig, die Betreiber von illegalen Plattformen zweifelsfrei zu identifizieren.

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