Deutschland
06/25/2012

Bushido wettert gegen Piratenpartei

Vorschlag zur Aufweichung des Urheberrechts "eine ganz große Frechheit"

Der 33-jährige Rapper Bushido steht der Piratenpartei, die in Deutschland bei Landtagswahlen bereits sehr erfolgreich war, skeptisch gegenüber. „Die Piraten sind für mich keine Partei", sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Es sei „eine ganz große Frechheit", überhaupt darüber zu diskutieren, das Urheberrecht aufzuweichen. „Das ist so, als wenn du die Straße runterläufst, und dann kommt einer, der deine Tasche nimmt, sie öffnet, 'Geil, Lippenstift!' sagt, den Lippenstift einsteckt, dir die Tasche zurückgibt und weitergeht."

Auf eigene Verstöße gegen das Urheberrecht angesprochen, sagte Bushido, dafür habe er „zu Recht die Konsequenzen getragen". „Das ist Gesetz und soll auch so bleiben." Bushido hatte jüngst angekündigt, eine Partei zu gründen und für das Berliner Abgeordnetenhaus zu kandidieren. Als politisches Vorbild nannte er nun den deutschen Altkanzler Gerhard Schröder (SPD). „Ich war und werde immer Gerhard-Schröder-Fan sein", sagte er.

Breite Diskussion in Deutschland
In Deutschland wird seit Wochen intensiv über Reformmöglichkeiten des Urheberrechts diskutiert. Viele Künstler haben dazu bereits ihre persönlichen Meinungen geäußert. Auch die Bestseller-Autorin Katja Kullmann stand den Piraten-Forderungen zur "Urheberrechtskacka" eher ablehnend gegenüber. "„Ich halte die Forderungen der Autoren, aber auch die der Piraten, für übertrieben", sagte sie der

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