Netzpolitik
24.03.2018

China verbietet Parodien auf Online-Video-Portalen

Die entsprechende Regelung wurde als „extra dringend“ von der Staatsführung herausgegeben.

China hat damit begonnen, gegen Parodien auf Online-Video-Plattformen vorzugehen. Das berichtet The Verge unter Berufung auf einen Artikel der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Video-Seiten müssen demnach alle Clips entfernen, die „klassische, literarische, oder künstlerische Werke verfälschen, verspotten oder diffamieren“.

Wie Reuters anmerkt, ist die entsprechende Richtlinie als „extra dringend“ gekennzeichnet. Das bedeutet, dass die Richtlinie unmittelbar in Kraft tritt und befolgt werden muss. Video-Portale, die sich nicht daran halten, werden sofort gesperrt, erklärt ein Experte gegenüber Reuters.

Strenges Vorgehen

Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt gegeben, dass die Amtszeit von Präsidenten nicht mehr auf zwei Perioden begrenzt werden soll. Das bedeutet, dass der aktuelle Amtsinhaber Xi Jinping das Land auf unbestimmte Zeit regieren kann.

Im Zuge dieser Entscheidung ging das Land auch verstärkt gegen Kritiker vor, speziell auf sozialen Medien. Zwischenzeitlich wurden ganze Begriffe einfach komplett gesperrt, sogar den Buchstaben „N“ traf es.