Netzpolitik
21.08.2012

Datenleck bei Allianz-Versicherung

Keine österreichischen Kunden betroffen

Polizeiakten, Kontodaten, Asylbescheinigungen und andere Unterlagen aus Versicherungsfällen: Beim deutschen Versicherungskonzern Allianz gibt es offensichtlich ein massives Datenleck. Der Financial Times Deutschland liegen Unterlagen vor, die die Namen und Daten von direkt an Versicherungsfällen der Allianz beteiligten als auch unbeteiligten Personen enthalten. Der Versicherer hat 1,1 Millionen österreichische Kunden. Sie sind von dem Datenleck nicht betroffen, wie eine Firmensprecherin  zur futurezone sagte.

Detekteien als Leck Auf welchem Weg diese vertraulichen Informationen an die Öffentlichkeit gelangt sind, wird derzeit geprüft. Der Allianz wird schließlich vorgeworfen, nicht sorgfältig genug mit den heiklen Daten umzugehen. Der Konzern sucht die Schuld bei externen Privatermittlern, mit denen zusammengearbeitet wird. Im Bereich der Sachversicherung arbeitet die Allianz etwa mit 13  Detekteien zusammen, pro Jahr werden diesen 1000 Fälle zur Bearbeitung weitergegeben.

Sie bekommen die Akten meist elektronisch übermittelt, etwa bei Versicherungsbetrugsfällen. Diese Zusammenarbeit soll nun schärfer kontrolliert werden. Die Datenpanne kommt der Allianz ungelegen. 2013 will man  mit dem elektronischen Versicherungsordner starten, in dem sensible Kundendaten gespeichert werden. 

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