Netzpolitik
01.03.2011

Datenschutzkodex für Geodienste

Branche will sich selbst regulieren

Führende Vertreter der IT-Branche haben sich nach intensiven Gesprächen mit der Politik auf einen gemeinsamen Kodex verständigt, der eine Selbstverpflichtung für Panorama-Dienste im Internet enthält. Der Kodex wurde nun von acht Unternehmen unterzeichnet, darunter Google, Microsoft, Nokia und die Deutsche Post, hieß es in einer Mitteilung des Branchenverbandes.

Zentrale Plattform

Geplant ist eine zentrale Plattform, über die sich Bürger unter anderem informieren können, wie einzelne Dienste funktionieren, ob ihre Stadt gerade erfasst wird und welche Rechte sie haben. Auch Webseiten, denen Nutzer Widerspruch einlegen können sollen verlinkt werden.

Aufregung um Street View

In Deutschland hatte der Google-Dienst Street View im Sommer mit dem Abfotografieren von Straßenzügen für Aufregung und Kritik gesorgt. Die Politik habe sich gegen ein Einzelfallgesetz entschieden, sagte de Maizière. Das große Potenzial von Geodaten-Diensten habe man erkannt und wolle die Chancen für künftige Angebote nicht verbauen. Die Selbstverpflichtung sei ein wichtiger erster Baustein für den verantwortungsvollen Umgang mit Geodaten im Internet.