Netzpolitik
05.02.2014

Deutsche Verleger kritisieren Google-Kompromiss mit EU

Der EU-Wettbewerbskommissar Almunia bezeichnete Googles Angebot als ausreichend, für die deutschen Verlegerverbände ist es "vollkommen inakzeptabel".

Die deutschen Verlegerverbände wollen weitere Zugeständnisse von Google im EU-Wettbewerbsverfahren. Die Vorschläge des Internet-Konzerns seien "vollkommen inakzeptabel", erklärte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) am Mittwoch in Berlin.

EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia hatte das aktuelle Angebot von Google zuvor als ausreichend bezeichnet.

"Mit diesem halbgaren Kompromiss öffnet Kommissar Almunia den Marktmissbrauch des Suchmaschinen-Gigantens Tür und Tor", kritisierten die deutschen Verleger-Verbände. Sie appellierten an die übrigen Mitglieder der EU-Kommission, "diese für europäische Verbraucher, Wirtschaft und Medienvielfalt katastrophale Entwicklung zu verhindern". Die Vorschläge unterschieden sich "nicht substanziell" von denen, die von der Kommission bereits zweimal abgelehnt worden seien.

Google will unter anderem Suchergebnisse aus konkurrierenden Spezial-Suchmaschinen prominenter anzeigen.