© Paul Sakuma, ap

Ermittlungen
06/14/2013

EU-Wettbewerbshüter prüfen Android

Einige Unternehmen, darunter Microsoft und Nokia, werfen Google vor, die Marktposition seines mobilen Betriebssystems auszunutzen. So würde Google das Betriebssystem unter marktüblichen Preisen lizensieren und von den Herstellern verlangen, seine Dienste darauf zu installieren.

Die EU-Kommission prüft laut einem Bericht der Financial Times derzeit, ob der Internet-Konzern Google die Marktposition seines mobilen Betriebssystems ausnutzen würde, um seine eigenen Dienste voranzutreiben. Die Untersuchung ist auf eine Beschwerde von mehreren Google-Konkurrenten wie Microsoft und Nokia zurückzuführen, laut denen Google Android weit unter Marktpreis an verschiedene Hardware-Hersteller lizensiert und dafür vor allem die prominente Platzierung der eigenen Dienste verlangt hätte. Android nimmt derzeit auf dem Smartphone-Markt rund 75 Prozent ein, dahinter folgen iOS (17,3 Prozent) sowie Microsofts Windows Phone (3,2 Prozent).

"Entscheidung ist Herstellern überlassen"
Derzeit werden laut AllThingsD lediglich die Vorwürfe geprüft, eine vollwertige Untersuchung wurde bislang noch nicht eingeleitet. Diese werde es nur geben, sofern sich die Vorwürfe als wahr herausstellen würden. Google selbst hat einen Kommentar zu den Vorwürfen abgelehnt und verweist darauf, dass "Android eine offene Plattform ist, die den Wettbewerb fördert." Demnach sei es den Herstellern überlassen wie sie Android nutzen und welche Programme sie darauf installieren.

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