Netzpolitik
05.11.2013

Facebook und Datenschutz: „Langer Atem ist gefragt“

Am Mittwoch diskutiert Max Schrems von der Initiative europe-v-facebook mit Experten an der Universität Wien über Datenschutz.

„Ich möchte Facebook endlich wieder ohne Kopfweh nützen können“, sagt Max Schrems, Jus-Absolvent und Gründer der Initiative europe-v-facebook. Er kämpft seit zwei Jahren dafür, dass das soziale Netzwerk das Thema Datenschutz ernst nimmt und mit seinen Richtlinien und Praktiken dabei nicht gegen europäische Gesetze verstößt. „Nutzer sollten die Möglichkeit haben, dem Netzwerk zu vertrauen“, mahnte Schrems, der Facebook nach wie vor fast täglich nutzt.

Am Mittwoch, den 6. November 2013, ab 18 Uhr wird Schrems an der Universität Wien im Rahmen einer Podiumsdiskussion darüber sprechen, warum er Facebook angezeigt hat. „Schrems ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass man das Wissen, das man sich als Student aneignet, mit Biss und langem Atem in die Praxis umsetzt“, sagt Jus-Professor Daniel Ennöckl, der ebenfalls an der Podiumsdiskussion teilnehmen wird. Laut Ennöckl loggen sich rund 95 bis 100 Prozent seiner Studenten regelmäßig im Sozialen Netzwerk Facebook ein. Er selbst übrigens auch. „Wichtig ist es, sich vor dem Posten genau zu überlegen, was man von sich preisgibt. Man muss sich bewusst sein, dass etwas, das einmal im Netz vorhanden ist, kaum noch von dort wieder verschwindet“, sagt Ennöckl.

Das Uni-Gespräch zum Thema Datenschutz findet am 6. November ab 18 Uhr im Großen Festsaal der Universität Wien statt. Die Teilnahme ist kostenlos, weitere Details unter kalender.univie.ac.at.