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Netzpolitik
10/01/2013

Französische Gendarmerie steigt auf Linux um

Die Gendarmerie in Frankreich will bis zum Sommer 2014 alle 72.000 Desktop-Computer auf eine eigene Linux-Distribution umstellen.

Die Gendarmerie hofft, im Vergleich zur Nutzung von Microsofts Windows bis zu 40 Prozent der Kosten einsparen zu können. 32.000 Geräte sind bereits umgestellt worden, wie wired berichtet. Um den Übergang für die Mitarbeiter so sanft wie möglich zu gestalten, wurde bereits seit 2004 damit begonnen, Open-Source-Software wie Firefox, Open Office oder Thunderbird zu verwenden, damit sich die Nutzer noch unter Windows an die neuen Programme gewöhnen können. Die französische Gendarmerie betreibt damit eines der größten bekannten Linux-Projekte im öffentlichen Dienst.

Allerdings nutzen auch andere Regierungen und Behörden das freie Betriebssystem gerne. China und Indien haben sogar eigenen, von den Regierungen finanzierte Linux-Distributionen in Verwendung. Brasilien hat erst kürzlich angekündigt, in Zukunft verstärkt auf quelloffene Software setzen zu wollen. Auch England hat 2011 verlautbart, Open-Source-Programme wo immer möglich nutzen zu wollen.