STREET VIEW
11/03/2010

GB: Google muss WLAN-Daten löschen

Ermahnung durch britischen Datenschutzbeauftragten

Google ist in Großbritannien nach dem Abgreifen privater WLAN-Daten durch seine Street-View-Autos mit einem blauen Auge davongekommen: Die britische Internetaufsicht belässt es bei einer Ermahnung. Google muss die eingesammelten Daten so schnell wie möglich löschen und eine Unterlassungserklärung unterschreiben, bleibt aber straffrei.

"Erheblicher Bruch der Datenschutzbestimmungen"

Die Kamerawagen, die Panorama-Fotos für Googles Onlinestraßenatlas Street View machten, hatten massenhaft auch Daten aus ungesicherten privaten WLAN-Netzen wie Passwörter, E-Mails und Internetseiten abgefangen. Google führt dies auf einen über Jahre nicht bemerkten Softwarefehler zurück und betont, dass die Informationen nie ausgewertet worden seien.

Es handele sich um einen "erheblichen Bruch der Datenschutzbestimmungen", sagte am Mittwoch der britische Datenschutzbeauftragte Christopher Graham. Er kündigte für die Zukunft strengere Prüfungen von Google Street View an. Es handele sich um einen "erheblichen Bruch der Datenschutz- Bestimmungen", sagte am Mittwoch der britische Datenschutz- Beauftragte Christopher Graham. Er kündigte für die Zukunft strengere Prüfungen von Google Street View an. In Österreich waren die Fahrten der Datensammelautos im Mai bis auf weiteres eingestellt worden.

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(Futurezone/dpa)