Netzpolitik
14.01.2014

Geplante EU-Reform des Telekomsektors verspätet sich

Die Reform des Telekomsektors werde frühestens nach dem Sommer beschlossen, so EU-Kommissarin Neelie Kroes. Diese soll unter anderem Roaming neu regeln.

Die von der EU-Kommission vorgeschlagene Reform des Telekommunikationssektors verzögert sich. "Es ist realistisch, von einer endgültigen Einigung nach dem Sommer auszugehen und nicht davor", sagte der Sprecher der EU-Kommissarin für Digitales, Neelie Kroes, am Montag in Brüssel. Ursprünglich hatte die Behörde eine Einigung bereits für den Sommer angepeilt.

Kroes hatte im September Vorschläge zur Abschaffung der Roaming-Gebühren für das Telefonieren im europäischen Ausland gemacht. Das geplante Gesetzespaket soll generell die Position der Verbraucher stärken und sieht auch bürokratische Erleichterungen für Anbieter vor.

Zäher Fortschritt

In der zweiten Jahreshälfte sei das Vorhaben im Kreis der EU-Staaten kaum vorangekommen, beklagte Kroes' Sprecher. Inzwischen gehe es aber insbesondere im EU-Parlament gut voran. Sowohl die EU-Staaten als auch die Volksvertreter müssen am Ende zustimmen. Diplomaten hatten die Pläne von Anfang an als sehr ambitioniert eingestuft.