Netzpolitik
04/08/2014

Google klagt Türkei wegen YouTube-Blockade

Nachdem die YouTube-Sperre in der Türkei juristisch bestätigt wurde, leitet der Suchmaschinengigant Google rechtliche Schritte ein.

Google hat die Nase voll von der Zensur-Politik der türkischen Regierung. Nachdem das auf Betreiben von Premierminister Erdogan eingeführte Verbot von Googles Videoportal YouTube zuerst aufgehoben und dann doch wieder bestätigt wurde, hat die US-Suchmaschine jetzt eine Beschwerde beim türkischen Verfassungsgerichtshof eingebracht, wie engadget berichtet. Zudem legt Google Einspruch gegen die Wiedereinführung der Blockade ein und will die Entscheidung mit einer Klage für ungültig erklären lassen.

Genauere Informationen will Google derzeit noch nicht preisgeben, ein Sprecher teilt aber mit, dass der Konzern sehr enttäuscht über die andauernden Zensurmaßnahmen in der Türkei sei. Die Meinungen über die Erfolgsaussichten von Googles juristischer Kampagne gehen auseinander, der Fall von Twitter hat aber gezeigt, dass türkische Richter nicht immer Erdogans Meinung sind.