Netzpolitik
04.10.2010

Google verrät weitere Details zu Google TV

Als der Such-Konzern sein neues TV-Projekt im Mai erstmals vorstellte, wurde zu den Details geschwiegen. Nun hat Google nähere Informationen zu dem Service, das 2011 auch in Europa starten soll, veröffentlicht.

Dass Google seine Internet-Macht auch auf andere Medien ausdehnen will, ist kein Geheimnis. Vor allem in punkto Fernsehen - und den damit verbundenen Werbegeldern - zeigte sich der IT-Riese aus Mountain View immer wieder sehr engagiert. Bei YouTube etwa wurde letztens mit "Leanback" eine für TV-Schirme optimierte Version gestartet, zudem soll kostenpflichtige Videos kommen. Das ambitionierteste Projekt ist derzeit aber zweifellos " Google TV". Dabei handelt es sich um eine Software-Plattform, die künftig in TV-Geräten und Settop-Boxen zum Einsatz kommen soll. Also quasi ein Betriebssystem für Flat-TVs.

Apps, Serien und Videorekorder
Bislang war nur bekannt, dass das Projekt gemeinsam mit Sony, Logitech und Intel realisiert wird. Nun hat Google weitere Details genannt:
+ Ein zentraler Bestandteil werden Apps auf Android-Basis sein. Erste Partner sind etwa Amazon, Twitter, die Musik-Streamingdienste Pandora (nur in den USA) und Napster sowie die Online-Videothek Netflix.
+ In Sachen Fernsehen wurden ebenfalls erste Kooperationen bekannt gegeben: Die US-Sender TNT, TBS, CNN, NBC und HBO werden ein für Google TV optimiertes Portal bieten.
+ YouTube wird über die Leanback-Funktion dargestellt.
+ Fernsehen und paralleles Internet-Surfen oder parallele App-Nutzung soll über eine Art "Bild-in-Bild"-Funktion realisiert werden.
+ Google TV übernimmt die Rolle eines Videorekorders. Nutzer können Inhalte im Web für den späteren Konsum markieren.
+ Inhalte (Musik, Video) von Android-Handys sollen auf Knopfdruck auch am großen TV-Schirm wiedergegeben werden können.

(Benjamin Sterbenz)


Offizielle Mitteilung einschließlich eines Demo-Videos auf dem Google TV Blog.

Neue Informationsseite zu Google TV: