Copies of the Guardian newspaper are displayed at a news agent in London August 21 2013. British Prime Minister David Cameron ordered his top civil servant to try to stop revelations flowing from the Guardian newspaper about U.S. and British surveillance programmes, two sources with direct knowledge of the matter said. REUTERS/Suzanne Plunkett (BRITAIN - Tags: MEDIA POLITICS)

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Großbritannien
11/10/2013

Guardian-Chefredakteur wird zu Snowden-Unterlagen befragt

Der Chefredakteur des britischen "Guardian" muss wegen der Veröffentlichung der Dokumente zu den Spähprogrammen der britischen Geheimdienste vor dem Parlament aussagen.

Chefredakteur Alan Rusbridger werde im kommenden Monat vor dem Innenausschuss im britischen Unterhaus aussagen, teilte der "Guardian" am Samstag mit. Der "Guardian" hatte unter anderem über die Aktivitäten des britischen Geheimdienstes GCHQ und dessen enge Zusammenarbeit mit dem US-Geheimdienst NSA berichtet. Nach Einschätzung konservativer Abgeordneter gefährdet das die nationale Sicherheit.

Besonders die Chefs der Geheimdienste sind verärgert. "Sie bringen unsere Operationen in Gefahr", sagte John Sawers, Chef des Auslands-Geheimdienstes MI6. "Unsere Feinde reiben sich die Hände." Rusbridger hat dagegen die Rolle der Tageszeitung verteidigt, die seiner Ansicht nach eine Debatte übe das Ausmaß der Aktivitäten der Geheimdienste angestoßen habe, was Parlamentariern nicht getan hätten.