Hackerangriff
09/07/2011

Hacker bekennt sich zu DigiNotar-Einbruch

"Comodo Hacker" legt gültiges Passwort vor. In seinem Visier: Iranische Dissidenten.

Im Fall der bestohlenen Internet-Zertifizierungsstelle DigiNotar gibt es nun eine Bekennerbotschaft. Ein Hacker, der zuvor (im März 2011) bereits die Zertifizierungsstelle CA Comodo (CA steht für "Certificate Authority") angegriffen hatte, teilte laut der Technologie-Seite Ars Technica mit, auch der DigiNotar-Einbruch im Juli ginge auf sein Konto. Gemäß dem ursprünglichen Hack nennt die Person sich "Comodo Hacker".

Neben den beiden genannten Zertifizierungsstellen will der Comodo Hacker auch bei GlobalSign und StartCom eingedrungen sein. Mit der Bekennerbotschaft wurde ein Administrator-Benutzername samt Passwort vorgelegt, dessen Korrektheit von DigiNotar bestätigt wird.

Als Motiv für den Angriff auf DigiNotar, welches auch die niederländische Regierung betreut, gibt der Hacker Rache für die niederländische Beteiligung am Srebrenica-Massaker in Serbien an. Zur Erklärung: Holländische UN-Truppen konnten 1995 nicht verhindern, dass 8.000 Bosnier von serbischen Soldaten umgebracht wurden.

Comodo Hacker hat bislang über

ausgestellt, welche unter anderem die Sicherheit der Besucher von Microsoft-, Google- und Apple-Webseiten gefährden. Im Zertifikat-Code hinterließ der Hacker Botschaften in Farsi. Nach Bekanntwerden seines Eindringens bei Comodo machte er klar, dass seine wahren Ziele Dissidenten gegen das Iranische Regime seien.