Netzpolitik
20.11.2016

Hass im Netz: Leichtfried sieht EU gefordert

Jörg Leichtfried (SPÖ) fordert EU-weite Lösungen gegen den Hass im Netz. Der Technologieminister spricht sich auch für die Vermittlung von Medienkompetenz in den Schulen aus.

Leichtfried sieht beim Thema Hass in sozialen Netzwerken die EU gefordert. Ein einzelnes Land wie Österreich sei hier nicht in der Lage, allzu viel auszurichten, es brauche daher europaweite Regelungen, forderte Leichtfried in der ORF-„Pressestunde“ am Sonntag.

Dem Minister geht es nicht nur um Facebook, sondern auch um andere soziale Plattformen. Angesichts der großen Konzerne sei aber eine europaweit gemeinsame Vorgangsweise nötig.

„Demokratiepolitisch gefährlich“

Leichtfried sorgt sich dabei um die Gesellschaft, da man in diesen Netzwerken „unter seinesgleichen“ bleibe und Meinungen nur bestätigt werden. Dadurch könne es zu einer „massiven Spaltung der Gesellschaft“ kommen, fürchtet er. Die Spaltung sei „demokratiepolitisch gefährlich“, da Andersdenkenden nicht mehr zugehört werde. Leichtfried sprach sich daher dafür aus, dass in Schulen der richtige Umgang mit Medien unterrichtet wird, ebenso wie objektive Meinungsbildung.