Netzpolitik 26.03.2013

Intitiative fordert Freigabe von Öffi-Daten

Die Initiative Offene Öffis macht sich für die Freigabe von Daten der öffentlichen Verkehrsunternehmen stark. In Wien wurden bereits mehr als 400 Unterschriften gesammelt. Seit Montag ist eine Petitionsseite online, die Open Data auch bei Verkehrbetrieben in anderen Bundesländern durchsetzen will.

"In Österreich ist die Open-Data-Situation in Bezug auf öffentliche Verkehrsunternehmen trostlos", heißt es auf offene-oeffis.at. Die von den Wiener Entwicklern Patrick Wolowicz und Robert Harm gegründete Initiative will das nun ändern. Am vergangenen Freitag wurde eine Petition gestartet, mit der die Freigabe von Daten der Wiener Linien gefordert wird, damit Entwickler auf die Daten der Verkehrsbetriebe zugreifen können. Bis Dienstagnachmittag wurden bereits mehr als 425 Unterschriften gesammelt. 500 Unterschriften sind nötig, damit sie im Petitionsausschuss des Wiener Gemeinderats behandelt wird. "Das werden wir auf alle Fälle erreichen", sagt Harm zur futurezone.

Entwickler abgemahnt
Die Wiener Linien hatten zuletzt einem App-Entwickler

, und ihm aus urheberrechtlichen Gründen die Nutzung von Fahrplan- und Echtzeitdaten der Verkehrsbetriebe untersagt. Das städtische Unternehmen stellte zwar
, die Freigabe seiner Daten zu prüfen. Konkrete Schritte wurden bislang aber nicht eingeleitet.

Apps in der Warteschleife
Bei einem

im Jänner, bei dem die Wiener Linien rund 40 Entwicklern testweise Zugang zu ausgewählten Datensätzen gewährten, entstanden in knapp zwei Tagen 15 Anwendungen und Visualisierungen.

"Enorme Mehrwerte"
Das Create Camp habe gezeigt, dass enorme Mehrwerte für die Bevölkerung und die Wiener Linien entstehen könnten, wenn die Daten der Wiener Linien dauerhaft nach Open Data-Prinzipien der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt würden, heißt es seitens der Initiatoren. Über die Apps in der Warteschleife wird auch auf der Website der Initiative informiert, die seit Montag online ist.

Auch Initiativen in den Bundesländern geplant
Sie soll auch Initiativen aus anderen Bundesländern als Plattform dienen. Denn mit Ausnahme von Linz,  wo Abfahrtsdaten und Routenplanung der Linz AG als Open Data zur Verfügung werden, sitzen die öffentlichen Verkehrsbetriebe in Österreich auf ihren Daten.

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( futurezone ) Erstellt am 26.03.2013