Netzpolitik
19.12.2017

Japan: Bitcoin haben sich noch nicht bewiesen

Japans Finanzminister Taro Aso sagt, Bitcoin hätte sich bislang nicht bewährt. In Japan werde traditionelles Geld bevorzugt

Bitcoin haben sich in Japan nach Ansicht des dortigen Finanzministers bisher nicht durchgesetzt. In dem Land, das die virtuelle Währung in diesem Jahr als offizielles Zahlungsmittel anerkannt hat, werde traditionelles Geld vor Bitcoin bevorzugt, sagte der japanische Finanzminister Taro Aso am Dienstag. "Bitcoin haben noch nicht bewiesen, dass sie zuverlässig genug sind, um als Währung klassifiziert zu werden." Aso machte die Aussagen nachdem Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire am Sonntag gefordert hatte, die Regulierung von Bitcoin auf die Tagesordnung des G-20-Gipfels im April zu setzen.

Der Preis für die bisher unregulierte Internet-Währung ist in diesem Jahr um fast 2.000 Prozent gestiegen. Immer mehr Aufsichtsbehörden warnen vor Geldanlagen in Bitcoin und wollen den Markt stärker regulieren. Vertreter der EU-Staaten und Europa-Abgeordnete einigten sich am Freitag auf strengere Regeln für Plattformen, auf denen Bitcoin und andere virtuelle Währungen gehandelt werden. Damit sollten Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung erschwert werden.