Netzpolitik
17.08.2017

Nazi-Aufmarsch: Apple-Chef Tim Cook kritisiert Trump

In einem E-Mail an die Apple-Belegschaft hat Tim Cook klar Stellung gegen die verharmlosenden Aussagen von US-Präsident Trump hinsichtlich des Nazi-Aufmarsches bezogen.

Die improvisierte Pressekonferenz von Donald Trump, in der er am Dienstag ultrarechte Nationalisten und Neonazis auf eine Stufe mit Gegendemonstranten gestellt hatte, zieht weiterhin weite Kreise. In einem internen Mail hat nun auch der für gewöhnlich sehr zurückhaltende Apple-Chef Tim Cook klar Stellung bezogen. "Ich stimme dem Präsidenten und anderen nicht zu, die (...) Nazis und diejenigen, die sich ihnen im Sinne der Menschenrechte entgegenstellen, auf dieselbe moralische Stufe stellen", schrieb Cook in der Botschaft.

ApplePay und PayPal blockiert

Was in Charlottesville passiert sei, habe keinen Platz in diesem Land. Hass und Fanatismus dürfe man nicht zulassen und vor allem müsse man geschlossen dagegen auftreten. "Da geht es nicht um links oder reechts, konservativ oder liberal. Es geht um menschlichen Anstand und Moral", schrieb Cook. Als eine Maßnahme wurden die Bezahlfunktion Apple Pay auf einigen Webseiten, die rassistisches Merchandising anbieten, deaktiviert.

Auch PayPal reagierte auf die Gewalt von vergangener Woche, bei der eine Demonstrantin getötet wurde, mit der Sperre seines Bezahlservices auf einigen rechten und rassistischen Plattformen. Zuvor wurden der rechten Webseite "The Daily Stormer" Hosting-Services von GoDaddy und Google verweigert.