Netzpolitik
16.05.2013

"New Yorker" stellt Whistleblower-Plattform vor

Strongbox soll einen sicheren Weg für anonyme Tippgeber darstellen, um Informationen mit Journalisten zu teilen. Die Lösung basiert auf einem Open Source-Projekt, das unter anderem vom verstorbenen Netzaktivisten Aaron Swartz initiiert wurde. Das als sicher geltende Konzept kann auch auf anderen Seiten eingesetzt werden.

Das US-Magazin New Yorker hat eine Open Source-Lösung namens Strongbox angekündigt, die Whistleblowern einfach und sicher ermöglichen soll, Tipps abzugeben. So sollen anonyme Tippgeber dazu animiert werden, ihre Informationen mit den Medien zu teilen. Strongbox nutzt das TOR-Netzwerk zur Anonymisierung der Daten und verschlüsselt diese zusätzlich mit Hilfe von PGP. Die Daten werden auf einen Server außerhalb des Verlagsnetzwerkes übertragen, um das Risiko von Angriffen, wie die auf die New York Times, zu minimieren.

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Redakteure können über eine VPN-Verbindung darauf zugreifen und die Daten anschließend auf einen verschlüsselten USB-Stick übertragen. Diese Daten können nur auf einem anderen Laptop, der aus Sicherheitsgründen nicht mit dem Internet verbunden ist und dessen Betriebssystem lediglich von einer Live-CD bootet, gelesen werden. Die Redakteure können jedoch über den Codenamen auf Strongbox Kontakt mit dem Tippgeber aufnehmen, sofern dieser nochmals auf der Plattform vorbeischaut.

Projekt von Aaron Swartz
Die Software-Lösung dahinter baut auf einem Open Source-Projekt auf, das von Kevin Poulsen sowie dem

entwickelt wurde und derzeit frei unter dem Namen DeadDrop verfügbar ist. Ähnliche Lösungen könnten also schon bald auch auf anderen Plattformen integriert werden. Eigenlösungen, wie sie auf zahlreichen Plattformen im Einsatz sind, werden immer wieder für ihre mangelhafte Sicherheit kritisiert, zuletzt

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