Netzpolitik
08.11.2013

Obama: Frage nicht nach Herkunft von Informationen

Der US-Präsident äußert sich in Interview zu der Geheimdienstaffäre und verteidigt auch das Überwachen des Handys der deutschen Kanzlerin Angela Merkel.

Nach dem Bekanntwerden der Überwachung des Handys der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) durch den US-Geheimdienst hat US-Präsident Barack Obama sich verteidigt. "Wie jeder andere Präsident" frage er nicht weiter nach, wenn ihm Informationen über Verbündete wie Deutschland vorgelegt würden, sagte Obama am Donnerstag (Ortszeit) dem Sender NBC: "Ich bohre nicht nach, woher wir bestimmte Informationen bekommen."

Anders sei es, wenn es um Staaten gehe, die die USA potenziell bedrohten, sagte Obama. In solchen Fällen seien nicht nur die Informationen interessant, sondern auch die Art ihrer Gewinnung. Ende Oktober war bekannt geworden, dass der US-Geheimdienst offenbar jahrelang Merkels Handy überwacht hatte. Merkel hatte sich daraufhin persönlich bei Obama beschwert.