Netzpolitik
02.03.2017

Peking will alle seine 70.000 Taxis elektrifizieren

Verkehrsstau in Peking bei Smog © Bild: EPA/EPA DIEGO AZUBEL

Um gegen den Smog in der Stadt vorzugehen, will die Verwaltung der chinesischen Hauptstadt Peking seine 70.000 PKW starke Taxiflotte durch Elektroautos ersetzen.

Die Umstellung soll bereits dieses Jahr beginnen. Alle neu zugelassenen Taxis müssen dann Elektroautos sein, schreibt electrek. "Alle neu hinzukommenden oder ausgetauschten Taxis in der Stadt Peking werden von Benzin auf E-Antrieb umgestellt, heißt es in einem Entwurf zur Luftverschmutzungseindämmung für Peking", schreibt die National Business Daily. In der 20-Millionen-Stadt Peking gibt es über 70.000 Taxis, die Kosten für die Umstellung der gesamten Flotte werden auf etwa 1,3 Milliarden US-Dollar (rund 1,24 Milliarden Euro) geschätzt. Wie lange die Umstellung dauert, ist noch nicht absehbar. Für Taxiunternehmen könnte ein entsprechendes Gesetz zum Problem werden, da E-Autos in der Anschaffung in China derzeit etwa doppelt so teuer sind wie PKW mit Verbrennungsmotoren.

Ähnliche Beschlüsse wurden zuvor bereits von den chinesischen Städten Shenzen und Taiyuan gefasst. Der chinesische E-Automarkt ist mittlerweile der größte der Welt. Allein im Jahr 2016 hat sich die Zahl der zugelassenen Elektroautos auf über 600.000 verdoppelt. Städte wie Peking kämpfen seit Jahren mit extremer Luftverschmutzung, die hohe Kosten für das Gesundheitssystem mit sich bringt. Durch die E-Autos könnte der Smog zumindest reduziert werden. Auch westliche Hersteller werden in den kommenden Monaten wohl versuchen, ein Stück des Taxikuchens für sich zu beanspruchen.