Netzpolitik
25.08.2012

Piratenpartei startet offene YouTube-Alternative

Mit OwnTube hat die Fraktion der Berliner Piraten eine freie Alternative zu YouTube geöffnet. Diese soll künftig in erster Linie dazu dienen, die Aufzeichnungen eigener Sitzungen und Veranstaltungen zu hosten, soll aber auch anderen Nutzern die Möglichkeit geben, Videos hochzuladen.

Vier Videos gibt es derzeit unter auf OwnTube zu sehen, es könnten aber bald viel mehr sein: Denn das neue Video-Portal der Berliner Piraten-Fraktion sol künftig nicht nur deren eigene Aufzeichnungen zur Verfügung stellen, sondern auch das Videomaterial anderer Nutzer hosten.

„OwnTube ermöglicht der Fraktion und jedem interessierten Anwender, der Zugriff auf einen Server hat, in Zukunft unabhängig von großen Videoplattformen multimediales Material zu veröffentlichen. “OwnTube” verfügt über offene Schnittstellen, das heißt, die veröffentlichten Daten können von verschiedensten Programmen gelesen und verarbeitet werden", heißt es in einer Aussendung der Piraten.

Open-Source-Projekt
Gedacht ist OwnTube derzeit vorrangig für die parlamentarische Arbeit, um das Videomaterial zu verwalten, Information zugänglich zu machen und in Interaktion mit dem Bürger treten zu können. Künftig sollen auch Live-Streams ermöglicht werden. Via Torrents können die Videos auch heruntergeladen werden.

Entwickelt wurde OwnTube mit Open-Source-Mitteln, der Code dafür wurde auf Github für andere zum Weiterentwickeln bereitgestellt. Die bis dato veröffentlichten Video-Inhalte wurden unter Creative Commons veröffentlicht und dürfen von anderen frei verwendet werden, solange die Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin als Urheber genannt wird.

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