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Wikileaks
04/26/2011

Saudi-König für Chipimplantat bei Ex-Häftlingen

Wie aus neu aufgetauchten Wikileaks-Dokumenten hervorgeht, schlug der saudi-arabische König Abdullah den USA vor, entlassene Guantanamo-Gefangene mittels implantierter Chiptechnologie überwachen zu lassen.

Angeregt durch die damalige Ankündigung von Präsident Obama das umstrittene Gefängnislager binnen eines Jahres schließen zu wollen, diskutierte Abdullah mit Obamas Anti-Terror-Berater John Brennan im März 2009 die künftige Strategie, wie der Spiegel am Dienstag berichtete. Um die Häftlinge auch nach der Entlassung gut überwachen zu können, schlug der saudi-arabische König das Implantieren von Elektrochips vor.

Abdullah ist der auf den 22. März 2009 datierten Depesche zufolge selbst auf die Idee gekommen, da man das Verfahren ja auch bei Pferden oder Falken anwende. „Pferde haben keine guten Anwälte“, soll Brennan dem König in Anspielung auf die zu erwartenden juristischen Hürden geantwortet haben. Ungeachtet Obamas ursprünglicher Ankündigung, Guantanamo schließen zu wollen, wird das US-Lager auf Kuba weiterhin verwendet.

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