Netzpolitik
05.04.2014

SMS-Verbot während Wahl in Afghanistan

Die Telekommunikationsbehörde in Afghanistan hat die SMS-Kurznachrichtendienste während der Präsidentenwahl abgestellt.

Der Schritt sei am Samstag auf Bitte der Wahlbeschwerdekommission (ECC) unternommen worden, sagte der Chef der Regulierungsbehörde ATRA, Scherbas Wakil. Die ECC, die für die Untersuchung von Wahlbetrug zuständig ist, wies das allerdings zurück. „Wir haben nie eine solche Anforderung gestellt“, sagte ECC-Chef Sattar Sadaat der Nachrichtenagentur dpa. Er kritisierte, dass das SMS-Verbot „einen transparenten Wahlprozess und Beobachtungsprozess verhindern könnte“. Sadaat forderte ATRA auf, die SMS-Dienste wieder zu aktivieren.