Netzpolitik
15.12.2013

Snowdens Daten-Absaugen bleibt womöglich ungeklärt

Das Ausmaß des Daten-Absaugens von Edward Snowden auf US-Regierungscomputern bleibt den zuständigen Ermittlern zufolge womöglich für immer verborgen.

Wie die „ New York Times“ am Samstag online unter Berufung auf hochrangige US-Regierungsvertreter berichtete, kamen die Ermittler nach monatelanger Arbeit zu dem Schluss, möglicherweise niemals aufklären zu können, welche und wie viele Dokumente Snowden vor seiner Flucht aus den USA beiseite schaffen konnte.

Ein Grund sei, dass die Computersoftware an Snowdens früherem Arbeitsplatz bei der NSA auf Hawaii veraltet gewesen sei. Dort könne nicht rückverfolgt werden, in welchen Bereichen des Netzwerkes sich Mitarbeiter aufhielten. Zudem habe Snowden seine digitalen Spuren sehr ausgeklügelt verwischt.

Laufend neue Enthüllungen

Snowden, ehemaliger Mitarbeiter einer Beratungsfirma und für diese bei der NSA auf Hawaii tätig, hatte den Skandal über Spionageaktivitäten von Geheimdiensten im Sommer ins Rollen gebracht. Seitdem versuchen US-Ermittler, ihm auf die Schliche zu kommen. Snowden hält sich inzwischen in Russland auf.

Die Enthüllungen nehmen scheinbar kein Ende, beinahe täglich kommen neue Details ans Licht. Zuletzt hieß es beispielsweise, dass die NSA Handys offenbar auf breiter Front abhören kann.