Netzpolitik
11.07.2017

#solidaritystorm: Allianz für Zivilcourage im Netz

Auf der Plattform bekommen Bürger Tipps, wie sie bei am besten handeln sollen, wenn sie ein Hassposting im Netz sehen.

Die Macherin von der Kampagnen-Seite aufstehn.at, Maria Mayrhofer, hat am Montag ein neues Projekt im Internet gestartet: Die Mitmach-Plattform solidaritystorm.at. Sie soll Nutzern dabei helfen, gegen Hass im Netz vorzugehen. „Eine Allianz für Zivilcourage im Netz“ soll dadurch entstehen, #solidaritystorm als Hashtag etabliert werden.

Prominente Unterstützung bekommt Mayrhofer von der ORF-Moderatorin Ingrid Thurnher, Natascha Kampusch oder der Ex-Grünen-Chefin Eva Glawischnig. Es kann aber jeder Teil der neuen Allianz für digitale Zivilcourage werden.

Tipps, was man tun kann

Menschen bekommen auf der Website Hilfestellungen und Tipps gegen Hasspostings und für couragiertes Handeln. Eine eigene Facebook-Gruppe bietet die Möglichkeit, sich zu verbünden und mit anderen Engagierten auszutauschen. Für „Notfälle“, wenn zum Beispiel jemand Opfer eines Shitstorms wird, gibt es Push-Notifications, mit denen andere Menschen darüber verständigt und um Unterstützung gebeten werden können.

“Der Hass, der sich im Internet entlädt, kommt wie ein Bumerang – nur tausendfach gestärkt – im echten Leben wieder an. Er zerstört das Leben von einzelnen Menschen und vertieft die Risse in unserer Gesellschaft. Was wir im echten Leben nicht zulassen, dürfen wir auch im Netz nicht länger tolerieren”, sagt Mayrhofer.