Netzpolitik
08.05.2014

Tech-Riesen setzen sich für Netzneutralität ein

In einem offenen Brief warnen Unternehmen wie Google, Microsoft, Amazon und Facebook die US-Kommunikationsbehörde FCC vor dem Ende der Netzneutralität.

In dem nun veröffentlichten Brief (PDF) zeigen sich zahlreiche führende Technik-Unternehmen über Entscheidungen der Federal Communications Commission ( FCC) besorgt, die auf ein Ende der Netzneutralität hindeuten. Die Möglichkeit, dass Internet-Provider bestimmten Diensten technische und finanzielle Hürden bereiten, sei eine „schwerwiegende Gefahr“ für das gesamte Internet.

Unterzeichnet haben neben Google, Microsoft, Amazon und Facebook auch Ebay, Yahoo, Reddit und zahlreiche andere. Die Unternehmen fordern die Behörde auf, ein offenes Internet in den USA sicherzustellen, denn nur so könne das Land seine Spitzenposition am Technologie-Sektor beibehalten.

Ende der Netzneutralität in den USA

Ende April wurde bekannt, dass die FCC Internet-Providern ermöglichen will, gewissen Unternehmen „Vorfahrt“ zu geben. Gegen Bezahlung sollen Provider vor allem Videos von bestimmten Diensten schneller übertragen. Das löste zahlreiche Proteste in der Netz-Community aus, denn das Prinzip, dass Internet-Content gleichwertig behandelt wird, also die sogenannte Netzneutralität, wäre somit nicht mehr gewährleistet.