Netzpolitik
26.06.2018

US-Whistleblowerin bekennt sich schuldig, gab geheimen NSA-Bericht weiter

Wegen der mutmaßlichen Weitergabe eines NSA-Dokuments hat sich die Whistleblowerin Reality Leigh Winner am Dienstag für schuldig bekannt.

Der 26-jährigen US-Whistleblowerin droht eine Strafe von 63 Monaten (5,25 Jahren), wobei drei Jahre davon auf Bewährung erfolgen könnten. Nachdem dieses Strafmaß festgesetzt wurde, hat sich Winner auf den Deal eingelassen. Sie war im Juni 2017 verhaftet worden.

Die Vorwürfe gegen Winner drehen sich um ein als streng geheim eingestuftes NSA-Dokument, das am Montag vom Portal „The Intercept“ veröffentlicht wurde. Es geht darin um angebliche Erkenntnisse des Geheimdienstes zu bislang unbekannten russischen Hackeraktivitäten, die auf die US-Präsidentschaftswahl im November 2016 zielten. Russland bestritt die Vorwürfe. Der Kreml betonte, dass man nicht versucht habe, die US-Wahl zu beeinflussen.

Winner, die für wenige Monate für einen Dienstleister der NSA arbeitete, war nach einer internen Untersuchung der Bundespolizei FBI festgenommen worden.