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Urheberrecht
09/23/2015

USA: Warner Music verliert Streit um "Happy Birthday"

Ein US-Gericht erklärt die Urheberrechtsansprüche an "Happy Birthday" für ungültig. Der Song ist damit wieder Gemeingut und kann von jedem verwendet werden.

Einer der wohl beliebtesten Songs der Welt kann nun wieder ohne Probleme verwendet werden. Ein US-Richter in Kalifornien entschied, dass Warner Music künftig nicht mehr die Rechte am Song „Happy Birthday“ hält und er gemeinfrei sei. Es gebe keinerlei Beweise, dass der angebliche Urheber tatsächlich den Song geschrieben oder jemals selbst die Urheberrechte erworben habe. Damit verliert Warner Music eine lukrative Einnahmequelle, pro Jahr verdiente man zwei Millionen US-Dollar an den Nutzungsrechten.

Schadenersatz möglich

Die Situation war kurios. Während Warner Music eindeutig die Rechte an der von Patty und Mildred Hill verfassten Melodie hält, ist der Verfasser des Textes umstritten. Eine Dokumentarfilmerin, die einen Film über „Happy Birthday“ dreht, hatte die Ansprüche von Warner Music angezweifelt. „Das Affentheater ist endlich vorbei“, sagte einer der Anwälte der Dokumentarfilmerin.

Doch Warner Music überlegt noch, ob es Berufung einlegen wird. Zudem steht noch eine Entscheidung aus: Die Kläger forderten Schadenersatz in Millionenhöhe für die zu Unrecht eingehobenen Nutzungsgebühren. So wurden einem Musiker Lizenzgebühren in der Höhe von 455 US-Dollar verrechnet, weil ihm seine Bandkollegen auf einem Live-Album mit dem Song zum Geburtstag gratulierten.