Netzpolitik
22.10.2018

USA will Gesichtserkennung für alle Flugpassagiere

Das US-Verkehrsbehörde weitet den Einsatz von Gesichtserkennung am Flughafen auf Inlandsflüge aus.

US-Behörden wollen künftig stark auf biometrische Kontrollen setzen, um Fluggäste besser abfertigen zu können. Den Plänen zufolge sollen die bisher nur auf internationalen Flügen und nur bei ausländischen Flugreisenden eingesetzten Kontrollen mittels Gesichtserkennung auf US-Bürger ausgeweitet werden. Die Pläne sehen zudem vor, Gesichtserkennung auch bei Inlandsflügen einzusetzen. Darüber hinaus testet die Verkehrsbehörde auch den Einsatz von Fingerabdruck-Scannern.

"Sicherer und komfortabler"

Mit den Maßnahmen wolle man das Fliegen sicherer und gleichzeitig komfortabler machen, begründet die Behörde den Vorstoß. Physische Reisedokumente und Identitätsnachweise würden künftig im Reiseprozess eine weniger wichtige Rolle spielen. Über entsprechende biometrische Technologien könnten Flugpassagiere künftig auch selbstständig ohne Zusatzkontrolle einchecken und so auch ihr Gepäck aufgeben. Ein derartiges System wird aktuell am Flughafen von Atlanta zusammen mit Delta Air Lines erprobt.

Dezidierte Gesichtserkennung wird in den USA bereits am Flughafen von Los Angeles (LAX) sowie in New York JFK bei internationalen Passagieren angewendet. In Atlanta und Denver wird wiederum mit Fingerprint-Technologien experimentiert. Vorregistrierte Reisende ("TSA Pre") können ihren Fingerabdruck bei den Kontrollstationen abgeben - die Software prüft schließlich, ob es sich um den im System befindlichen Fingerprint handelt und lässt den Reisenden schließlich passieren. Künftig wird auch in diesem Fall Gesichtserkennung zur Anwendung kommen.