Frankreich
09/08/2011

Verlage setzen Klage gegen Google aus

In Frankreich sollen die Verhandlungen mit Google zwecks der Digitalisierung von Werken wieder aufgenommen werden

Die französischen Verlage Gallimard, Flammarion und Albin Michel haben ihre Klagen gegen den US-Internetriesen Google ausgesetzt. Wie das französische Literaturmagazin „Livres Hebdo“ am Donnerstag berichtete, sei dies ein Zeichen für mögliche Wiederaufnahmen der Verhandlungen bezüglich der Digitalisierung von Werken, die heute entweder nicht mehr verfügbar sind oder deren Urheberrechtsschutz erloschen ist.

Die drei Verlagshäuser haben demnach eine Gerichtsvorladung, die für den 6. September anberaumt war, verpasst. „Ich denke, dass die Verhandlungen nun an dem Punkt wieder aufgenommen werden, als Google unsere Einsprüche zurückgewiesen hat“, erklärte Brice Amor, Leiter der Rechtsabteilung von Gallimard.

Google zeigt sich erfreut
„Das sind großartige Neuigkeiten“, kommentierte Colombet Philippe, Direktor von Google Books Frankreich, die neue Sachlage. „Wir waren immer bemüht, konstruktiv mit Verlagen auf der ganzen Welt zusammenzuarbeiten, um das kulturelle Erbe zu wahren und neue Geschäftsmöglichkeiten für Autoren und Verlage zu finden.“

Bereits Ende August haben Google und der Verlag La Martiniere ihren Rechtsstreit um die Digitalisierung und den Weiterverkauf vergriffener Bücher beigelegt. Mit dem Abkommen wolle man den Büchern „ein zweites Leben“ geben, wie es in einer Aussendung hieß. Der Verlag war vor fünf Jahren juristisch gegen Google vorgegangen, da ohne dessen Einverständnis Bücher digitalisiert wurden.

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