Netzpolitik
12/11/2010

Wikileaks-Aktivisten stoppen Angriffe

"Operation: LeakSpin" - Gruppe ändert Taktik und ruft ab sofort zur Verbreitung von brisanten Dokumenten auf.

Nach Internetangriffen auf Finanzunternehmen wie Visa, MasterCard oder PayPal will die unter dem Namen "Anonymous" bekannt gewordene Aktivistengruppe von WikiLeaks-Unterstützern offenbar keine Server mehr attackieren. Ein entsprechender Aufruf, der den Aktivisten zugeschrieben wird, kursiert seit mehreren Stunden im Netz.

Man habe den betroffenen Firmen bestenfalls ein blaues Auge verpasst. Ab jetzt werde man sich darauf konzentrieren, die geheimen US-Depeschen mit größtmöglicher Verbreitung zu veröffentlichen. Alle Sympathisanten seien dazu aufgefordert, durch die Wikileaks-Seiten zu stöbern und bisher kaum rezipiertes Material in Blogs und über YouTube-Videos zu verbreiten.

Um eine höhere Aufmerksamkeit zu erreichen, sollten die Informationen und Zusammenfassungen mit bekannten Tags wie "Justin Bieber" versehen werden. Ob der Strategiewechsel mit der Verhaftung des 16-jährigen Niederländers zu tun hat, der derzeit wegen vermeintlichen Webangriffen auf Finanzunternehmen in Untersuchungshaft sitzt, ist nicht bekannt.

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(futurezone/apa)