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02/27/2019

20 Gigabit pro Sekunde: Erste PCs mit USB 3.2 kommen

Gleichzeitig mit dem neuen Standard wird die Namensgebung der Schnittstelle noch verwirrender.

USB 3.2 ist mittlerweile seit rund eineinhalb Jahren fertig und demnächst könnte der Standard auch tatsächlich in PCs eingesetzt werden. Wie das USB Implementers Forum (USB-IF) im Rahmen des Mobile World Congress in Barcelona nun bekannt gegeben hat, werden heuer die erster Controller auf den Markt kommen, die USB 3.2 unterstützen.

Entsprechende Mainboards bzw. Computer dürften also bis Mitte des Jahres in den Verkauf kommen. Außerdem braucht es noch kompatible Peripheriegeräte wie Speichermedien, Smartphones, oder Kartenleser. Bis der neue Standard also Alltag ist, wird es noch bis 2020 dauern.

Der neue Standard nutzt die bereits üblichen USB-C-Anschlüsse, verwendet bei der Datenübertragung aber zwei Bahnen. Dadurch kann die Übertragungsrate von zehn auf 20 Gbit/s verdoppelt. Damit ist es zwar nicht so schnell wie Thunderbolt mit 40 Gbit/s, dieser Standard ist aber kaum verbreitet.

Namenschaos

Das Problem der verwirrenden Namensgebung wird USB 3.2 allerdings nicht lösen. Um jenes zu verstehen, muss man bis zu den alten USB-Versionen zurückgehen.

So gibt es USB 1.1 (12 Mbit/s), USB 2.0 (480 Mbit/s) und USB 3.0 (5 Gbit/s). Als der USB-Standard auf 10 Gbit/s erhöht wurde, begann die Verwirrung. Aus dem Übertragungsstandard mit 5 Gbit/s wurde USB 3.1 Gen 1, aus dem mit 10 Gbit/s wurde USB 3.2 Gen 2.

Nun wird alles noch komplizierter. Aus USB 3.1 Gen 1 wird 3.2 Gen 1, aus USB 3.1 Gen 2 wird USB 3.2 Gen 2. Und die neue Version mit 20 Gbit/s soll USB 3.2 Gen 2x2 heißen. Die entsprechenden Bezeichnung sind in einem offiziellen Dokument nachzulesen, wie Ars Technica schreibt.

Wer sich also demnächst ein Kabel kaufen will, sollte gut auf die Bezeichnung auf der Verpackung achten.