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19.02.2013

3Doodler: Händischer 3D-Drucker um 75 Dollar

Der 3Doodler funktioniert wie eine Heißklebepistole – nur das kein Kleber, sondern erhitzter Kunststoff aus der Düse kommt. Das 75 US-Dollar teure Gerät ist nicht gedacht, um wie ein 3D-Drucker präzise Teile herzustellen, sondern um sich künstlerisch zu betätigen.

Wobbleworks 3Doodler ist seit heute auf Kickstarter und hat das Finanzierungsziel von 30.000 US-Dollar bereits erreicht. Technisch gesehen handelt es sich dabei um eine Heißklebepistole, die statt Klebstoff ABS-Plastik oder das biologisch abbaubare PLA-Plastik erhitzt.

Der 3Doodler soll ab Oktober ausgeliefert werden und kostet 75 US-Dollar. Die 3mm-ABS-Plastikstränge werden in 1-Kilogramm-Packungen verkauft, die in verschiedenen Farben zwischen 35 und 55 US-Dollar kosten. Das soll für gut einen Kilometer 3D-Material aus dem 3Doodler reichen.

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Per Knopfdruck tritt das Plastik aus der Düse des 3Doodlers aus. Dies ist in zwei Geschwindigkeiten möglich. Die schnelle Stufe ist gedacht, um 3D-Umrisse auf einer ebenen Fläche zu erstellen. Mit der langsamen Stufe kann, vom Boden ausgehend, in die Luft gezeichnet werden, da das Plastik lange genug Zeit hat um zu erhärten. Wobbleworks will auf the3doodler.com Vorlagen zum Ausdrucken anbieten. Diese zeichnet man mit dem 3Doodler nach und klebt die einzelnen 3D-Elemente dann wie einen Bausatz zusammen.

Die finale Version des 3Doodler soll in etwa 180 x 24 mm messen und 200 Gramm schwer sein. Die Stromversorgung kommt, wie bei einer Heißklebepistole, ganz normal über die Steckdose. Das Gerät funktioniert mit 110 und 220 Volt, den Adapter vom US-Stecker auf europäische Typ-F-Steckdosen muss man selbst anschaffen.

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