Kindle Fire: Kritik an neuem Web-Browser

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Investitionen
10/26/2011

Amazon: Tablet Kindle Fire ruiniert Gewinn

Der weltgrößte Internethändler musste gestern einen Gewinnrückgang um 73 Prozent vermelden. Das Minus begründete Amazon unter anderem mit den hohen Investitionen in den kürzlich vorgestellten Tablet Kindle Fire, der mit einem Kampfpreis von 199 Dollar der Konkurrenz das Wasser abgraben soll. Nachbörslich brach die Aktie um 14 Prozent ein.

Der Nettogewinn betrug im dritten Quartal 63 Millionen Dollar und war damit deutlich niedriger als von Analysten erwartet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz zwar um 44 Prozent auf 10,88 Milliarden Dollar - erwartet wurden durchschnittlich 10,95 Milliarden Dollar. Analysten zeigten sich von den Zahlen enttäuscht. "Es ist nicht schwer, Produkte zu verkaufen, wenn man daran nichts verdient", sagte Colin Gillis von BGC Partners unter Hinweis auf eine Marge von einem Prozent.

Marktbeobachter vorsichtig
Ken Sena von Evercore Partners verwies darauf, dass Amazon in verschiedenen Bereichen Geld investiere. "Das zeigt sich an den Zahlen." Anleger wollten aber Zeichen sehen, dass sich die Investitionen auszahlten. Amazon hatte im September den neuen Tablet-PC Kindle Fire

, mit dem das Unternehmen vom schnell wachsenden Markt profitieren will, der bislang von Apple beherrscht wird. Günstigere Geräte haben meist das Betriebssystem Android von Google und werden von Firmen wie Samsung Electronics, Motorola Mobility oder HTC hergestellt.

Der Kindle Fire wird in den USA für 199 Dollar verkauft. Nach Erkenntnissen der Marktforscher von IHS iSuppli kostet es in der Herstellung aber fast

. Experten gehen davon aus, dass Amazon einen Verlust in Kauf nimmt, um mit dem Gerät Produkte wie Musik oder Videos aus seinem Internetladen zu verkaufen - so wie Hersteller hochwertiger Rasierer nur Geld mit dem Verkauf von Klingen verdienen.

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