© ARM

Chips
06/14/2012

AMD erweitert Prozessoren mit ARM-Kernen

Kombiprozessoren aus x86-CPU und Grafikrecheneinheit (GPU) sollen durch die ARM-Kerne erweitert werden. Der zusätzliche Kern soll eine abgetrennte Überwachungsumgebung ermöglichen.

AMD hat bereits Anfang des Jahres angedeutet, dass zukünftige Kombiprozessoren (Accelerated Processing Unit oder APU) mit ARM-Kernen ausgestattet werden könnten. Zuerst wurde angenommen, dass die Kerne die X86-CPU bei gewissen Aufgaben entlasten soll. Nun wurde das eigentliche Vorhaben hinter der Technik bekannt. Der zusätzliche Kern soll eine sogenannte "TrustZone", eine Technologie, die ARM bereits 2004 entwickelt hat, nutzen.

So soll es möglich sein, dass die CPU in zwei Welten agiert: Einerseits in der normalen Umgebung, wo Betriebssystem und Software ausgeführt werden und andererseits in der sicheren Umgebung, die eine Art Überwachungseinheit darstellt. Dort soll auf Basis der ARM-Technologie ein sicheres Betriebssystem samt Systemmonitor und Diagnoseprogramme abgekapselt laufen.

Über diese sichere Umgebung kann die normale Umgebung überwacht und kontrolliert werden. Der Zugriff dabei ist komplett einseitig, die sichere Umgebung kann zwar auf die normale zugreifen, umgekehrt ist das nicht möglich.

DRM
Das Prinzip könnte bei einigen Applikationen eingesetzt werden, etwa bei sicheren Anwendungen, wie bei Zahlungesverkehr, oder für Digital Rights Management (DRM). Die ersten Entwicklerplattformen mit den TrustZone-APUs sollen Ende 2013 veröffentlicht werden.

Neben AMD hat Intel mit der Trusted Execution Technology (TXT) ein ähnliches Prinzip entwickelt. Jenes wird bereits seit 2007 bei der vPRo-Plattform eingesetzt.

Mehr zum Thema

  • Tiefrotes Quartal für AMD