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21.08.2017

Android 8 heißt Oreo: Schnellere Updates, mehr Akkulaufzeit

Google hat die neueste Version seines mobilen Betriebssystems offiziell vorgestellt.

Zum Start von Android O hat Google die offizielle Ankündigung mit der Sonnenfinsternis verknüpft, die am Montag in den USA stattgefunden hat. Angeblich, weil der Blick in die Sonnenfinsternis (hoffentlich nur mit geeigneter Schutzbrille) wie ein O aussieht - oder wie ein dunkelbrauner Keks. Dieser ist nämlich die namensgebende Süßigkeit für Android 8: Oreo. Die Vorgänger-Version, Android 7, heißt Nougat.

Google bewirbt die neueste Version von Android als den Superhelden unter den Smartphone-Betriebssystemen. Der Grund dafür sind Verbesserungen in nahezu allen Bereichen, die für Handy-Besitzer relevant sind: Sicherheit, Akkulaufzeit und Geschwindigkeit.

Das Thema Sicherheit hat in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen, da es immer mehr Cyberkriminelle auf das Smartphone-Betriebssystem abgesehen haben. Das liegt auch daran, dass Android-Nutzer ein leichtes Ziel sind. Denn nur elf Prozent der über zwei Milliarden aktiven Android-Geräte nutzen die derzeit aktuellste Version des Betriebssystems (Android 7). Ältere Varianten haben teilweise ungestopfte Sicherheitslücken.

Das liegt aber nicht an Google: Viele Smartphone-Hersteller passen Google-Updates nur langsam oder gar nicht für ihre Geräte an. Damit dies zukünftig kein Problem mehr ist, ist Android 8 gesplittet: In den Teil des Betriebssystems, der von Google ist und den Teil, der vom Gerätehersteller stammt. Schickt Google in Zukunft Updates aus, wird der offizielle Teil von Android sofort aktualisiert, ohne dass der Hersteller dafür seine Software anpassen muss.

Geschwindigkeit

Wie bei jeder neuen Version von Android verspricht Google auch diesmal, dass sie für mehr Geschwindigkeit optimiert ist. Das Einschalten des Smartphones soll doppelt so schnell gehen wie bei Android 7.

Auch wenn das Handy schon eine Weile im Betrieb ist, sollen Apps flüssig verwendbar sein. Dazu schränkt Android 8 die Hintergrundaktivitäten und Netzwerkzugriffe von Apps ein. Dadurch verbrauchen diese weniger Strom und die Nutzer freuen sich über längere Akkulaufzeiten.

Bild in Bild

Diese Energieverwaltungsmaßen haben schon andere Hersteller zuvor in ihren Geräten umgesetzt, wie etwa Samsung. Eine weitere neue Funktion von Android 8 ist ebenfalls von Samsung bekannt. Ein Bild-in-Bild-Modus erlaubt zwei Apps gleichzeitig zu sehen. So kann etwa ein YouTube-Video in einem Fenster im Vordergrund dargestellt werden, während man gerade im Messenger chattet.

Mit "Autofill" gibt es eine neue Option, die man bereits aus Webbrowsern kennt. Android 8 kann sich die Nutzernamen und Passwörter für Apps merken. Um mehr Überblick über Benachrichtigungen zu haben, gibt es eine Vorschau dafür. Tippt man etwa mit dem Finger etwas länger auf das eMail-Symbol, poppt ein kleines Fenster auf, das die neueste Nachricht anzeigt.

Für Messenger-Fans wichtig: Android 8 wird über 60 neue Emojis beinhalten. Dazu gehören Zombies, ein Dinosaurier, ein Zauberer und eine Fee.

Roll-out

Als erstes werden Googles eigene Handys der Pixel- und Nexus-Serie Oreo erhalten. Ende des Jahres sollen Modelle von Huawei, HTC, LG, Motorola, Samsung und Sony das Update auf Android 8.0 erhalten. Welche Geräte das genau sind, ist noch nicht bekannt. Vermutlich werden es aber nur Smartphones sein, die 2016 und 2017 erschienen sind.