Produkte 16.03.2013

Apple wegen Retina-MacBook verklagt

Wegen des Ghosting-Effekts, über den sich bereits zahlreiche Macbook-User beschwert haben, hat ein Anwender nun Klage eingereicht. Apple verkaufe demnach ein bewusst ein minderwertiges Produkt. Wie hoch der Schadenersatz ist, den Kläger Beau Hodges verlangt, ist derzeit nicht bekannt.

Der Ghosting-Fehler tritt auf, wenn das Display ein Standbild zehn bis 20 Minuten anzeigt. Wird die Anzeige dann geändert, scheint das ursprüngliche Bild daraufhin einige Minuten lang nach.

Apple lässt die Retina-Displays der aktuellen MacBook-Pro-Geräte von Samsung und LG herstellen. Die Probleme treten laut Anwendern nur bei der LG-Variante auf, die Samsung-Version dürfte nicht betroffen sein. In der Klage wird laut 9to5Mac besonders kritisiert, dass Apple beide Versionen des Notebooks als gleichwertige Produkte verkauft, ohne auf mögliche Qualitätsunterschiede hinzuweisen.

Apple hat ein Support-Dokument veröffentlicht, in dem Ratschläge gegeben werden, wie man das Einbrennen verhindern kann. Darin wird etwa geraten, die Energiesparfunktion des Monitors zu nutzen, um so zu verhindern, dass ein Bild überhaupt so lange angezeigt wird. Das Verhalten an sich wird in dem Text als „normal“ beschrieben. Abgesehen von diesem Dokument hat sich Apple nicht öffentlich zur Problematik geäußert. Weitere Maßnahmen wurden nicht ergriffen, die Geräte mit LG-Display werden weiterhin produziert und sind weiterhin auch im Handel erhältlich.

THX klagt wegen Patentverletzung
Eine andere  Klage gegen den Konzern kommt von Ton- und Bildspezialisten THX. Demnach verletze Apple mit einigen Versionen des iPhones, iPads und iMacs ein Patent des Unternehmens. Bei dem Schutzrecht handelt es sich um eine spezielle Technologie, Ton trotz dünner Bauweise besonders gut erklingen lassen zu können. Laut Bloomberg wurde die Klage am Donnerstag im kalifornischen San Jose eingereicht.

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( futurezone ) Erstellt am 16.03.2013