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Hands-On

Aspire S3 und S7: Retina-Ultrabook von Acer

Die Ultrabookmodelle von Acer konnten bereits in der letzten Generation mit ihrem Design punkten und bekamen gute Kritiken. Nun hat Acer nochmals einige kleine Verbesserungen vorgenommen und eine optisch auf den ersten Blick unveränderte Variante von Aspire S3 und S7 angekündigt. Doch die wahren Neuerungen spielen sich im Inneren ab und sind alles andere als banal.

Nach Google, Apple und Toshiba hat nun auch Acer einen hochauflösenden Bildschirm in seinen Ultrabooks verbaut. Mit einer Auflösung von 2560 mal 1440 Bildpunkten (WQHD, 220 ppi) kann es zwar die beiden Konkurrenten Apple und Google auf dem Papier nicht schlagen (WQXGA, 2560 mal 1600 Bildpunkte), beeindruckt aber im Hands-On. Der 13,3 Zoll-Bildschirm des S3 bietet immerhin noch Full HD-Auflösung (1920 mal 1080 Bildpunkte).

Das IPS-Display kann beeindruckende Betrachtungswinkel und eine hohe Helligkeit vorweisen. Von erster Eigenschaft macht es bei einem neuen Designfeature Verwendung: das Scharnier des Ultrabooks lässt sich um bis zu 180 Grad (und praktisch darüber hinaus) drehen und so für einen zweiten Gesprächspartner "auf den Tisch legen". Das Scharnier geht nicht ganz so weit wie das des Lenovo Ideabook Yoga, zeigt aber aufgrund des Aluminium-Unibodys durchaus seine Stärken. Auch das S3 beherrscht diese Funktion.

Dicker und flexibler
Das S7 will vor allem mit kleinen Feinheiten punkten, das Design ist ident zum S3 und soll eine klare Designsprache vermitteln. Das S7 ist mit 12,9 Millimetern und 1,3 Kilogramm deutlich dünner und leichter als das S3, das 1,67 Kilogramm auf die Waage bringt und 17,8 Millimeter dünn ist. Im Gegenzug kann das S3 jedoch optional mit einer dezidierten Grafikkarte, der Mobil-GPU Nvidia Geforce GT735M, aufwarten. Acer verspricht bei beiden Modellen rasche Aufwachzeiten durch die Verwendung von SSDs als Systemplatte. Im Falle des S7 wurden sogar zwei SSDs im Raid0-Verbund verbaut. In das Aspire S3, das über keinen Unibody verfügt und so für Reperaturarbeiten so theoretisch auch selbst geöffnet werden kann, soll auch mit einer 1 Terabyte-Festplatte angeboten werden.

Im Inneren hat sich nur wenig verändert, bei den neuen Modellen verrichtet aber nun ein Intel-Prozessor der vierten Generation seiner Arbeit, im S7 wahlweise ein i5 oder i7, beim S3 stehen alle Modelle ab i3 zur Auswahl. Ein neues Kühlkonzept soll dafür sorgen, dass sich Wärme nicht mehr an den Auflageflächen konzentriert und die Lautstärke bei maximaler CPU-Auslastung deutlich reduziert wird. Das ließ sich im Rahmen des Hands-Ons jedoch nicht überprüfen.

Ein Kuriosum bot die Tastatur der beiden Ultrabooks: die Umschalt- und Tilde-Taste waren miteinander "verbunden", der Abstand zwischen den beiden Tasten war äußerst gering. Ob ein derartiges Layout nur für Modelle mit US-Tastatur verwendet wird, konnte auf Anfrage nicht mitgeteilt werden.

Ein feines Detail steckt auch im Deckel des S7. Sowohl Front- als auch Rückseite des Bildschirms werden von Gorilla Glas 2 geschützt. Die Rückseite wurde weiß lackiert und schützt direkt den Bildschirm vor Kratzern und sonstigen Schäden. So wurde auch Gewicht eingespart. Sowohl Aspire S3 als auch das S7 sollen ab Juli verfügbar sein, die Preise variieren je nach Ausstattung. Das S3 werde jedoch voraussichtlich bei 999 Euro UVP beginnen, das S7 bei 1450 Euro.

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