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26.06.2013

Ballmer: "Bing-Suche ist besser als Google"

Mit Windows 8.1 macht Microsoft seine Bing-Suchtechnologie zum Herz des Betriebssystems. Wie Microsoft- auf der Entwicklerkonferenz Build betonte, wird die Suchmaschine und ihre Technologien nicht nur tief in das System integriert. Vielmehr teilte Microsoft auch mit, dass Bing ab sofort für Entwickler als Plattform zur Verfügung steht. Man erwartet sich davon innovative neue Apps, die von der Websuche, aber auch anderen Microsoft-Funktionen wie Spracherkennung und Maps profitieren.

"Bei Blind-Versuchen und unabhängigen Tests schlägt Bing mittlerweile regelmäßig Google als beste Suchmaschine", meinte Microsoft-CEO Steve Ballmer im Rahmen seiner

in San Francisco. Mit Windows 8.1 werde die Technologie nun mitten in das System implantiert. Laut Microsoft ist der Marktanteil in den USA auf 17,4 Prozent gestiegen. Neben Yahoo werde Bing auch von Apple Siri verwendet, so der verantwortliche Bing-Manager Singh Pall auf der Keynote.

Bing wird Plattform
Mit der Bereitstellung von Bing als Plattform werden Entwickler zukünftig nicht nur Zugriff auf die Such-Schnittstelle haben, sondern auch andere implementierte Technologien wie ebenfalls heute vorgestellte 3D-Karten-Visualisierungen, Schrifterkennung auf Bildern, natürliche Bedien-Input wie Gestensteuerung und Sprache in ihre Apps integrieren können. Mit intelligenten Suchfunktionen, die Microsoft auch bei Windows 8.1 einsetzt, sollen unstrukturierte Webinformationen in den entsprechenden Kontext gesetzt werden.

Wie das funktioniert, zeigte Microsoft unter anderem mit der eigenen überarbeiteten Xbox Music App. So kann ein User zukünftig jede x-beliebige Webseite öffnen, in denen über Musik berichtet wird. Wird die Seite an die Xbox Music App geschickt, extrahiert die Bing-Suche die erwähnten Künstler oder auch erwähnte CDs automatisch und sucht in der Microsoft-eigenen Musikdatenbank nach dem entsprechenden Content. Dieser wird dann in der Xbox-Music-App geöffnet und kann etwa sofort als neue Playlist gespeichert werden - etwa wenn man eine Musikfestival-Seite besucht hat und einen Überblick über die auftretenden Acts bekommen möchte.

3D, Spracheingabe und Schrifterkennung
Profitieren sollen Apps auch von erweiterten Bing-Maps-Technologien. So bietet Microsoft nun direkten Zugriff auf die 3D-Visualisierung von Städten. Fragt der User in der Maps App per Spracheingabe nach dem Architekten eines Gebäudes, spuckt die Suchmaschine die entsprechenden Informationen aufbereitet aus. Aber auch Gestensteuerung, automatische Schrifterkennung - etwa wenn man eine Visitenkarte eines Restaurants einscannen möchte - und eine automatische Übersetzungshilfe sind Teil der zur Verfügung gestellten Schnittstellen. Die neue Plattform ist ab sofort für Entwickler nutzbar.

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