© Bang & Olufsen

Prüfstand
02/28/2014

Bang & Olufsen Earset 3i im Test: Kopfhörer mit Haken

Mit dem Earset 3i liefert B&O hochwertig verarbeitete Ohrstöpsel, die sich gut für sportliche Aktivitäten eignen. Das eigenwillige Design könnte einige Nutzer abschrecken.

Das Headset 3i ist eine Mischung zwischen In-Ear- und On-Ear-Kopfhörern. Die Klangkörper haben die Größe von herkömmlichen Ohrstöpseln, liegen aber eher auf dem Ohr auf, als dass sie wirklich in den Gehörgang eingeschoben werden. Das hat den Vorteil, dass der Nutzer nicht komplett von der Außenwelt abgeschirmt wird, was einen Einsatz beim Joggen oder auf dem Fahrrad ermöglicht. An Sport hat B&O wohl auch beim Design gedacht: Die Hörer werden mittels eines Bügels, der über das jeweilige Ohr gelegt wird, in Position gehalten. Ein Scharnier und eine kleine Teleskopstange zur Höhenverstellung sorgen dafür, dass die Hörer auf jedes individuelle Ohr abgestimmt werden können. Durch die drehbare Befestigung können die Hörer auch vom Ohr weggeklappt werden, ohne die Bügel abzunehmen. Das ist praktisch, wenn der Träger den Musikgenuss kurz unterbrechen will, um sich mit jemandem zu unterhalten.

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Anfangs fühlen sich die Bügel über der Ohrmuschel ungewohnt an, nach wenigen Minuten hat sich das Gehirn an den neuen Sinneseindruck angepasst und die Bügel werden kaum mehr bemerkt. Da die Hörer nicht im Gehörgang stecken, sind sie auch nach längerer Nutzung nicht unangenehm. Das Design ist gewöhnungsbedürftig und mutet auf den ersten Blick etwas fremdartig an. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig. Die Bügel sind aus Aluminium gefertigt und mit rutschfestem Gummi gepolstert, um den Halt zu verbessern. Die Scharniere und Teleskopstangen wirken stabil und ermöglichen eine feine Abstimmung auf den Träger. Die Fernbedienung, die am Kabel zum linken Hörer untergebracht ist, wirkt allerdings nicht ganz so robust wie der Rest der Kopfhörer, da sie komplett aus Kunststoff gefertigt ist. Vor allem die Tasten trüben den hochwertigen Eindruck des Kopfhörers etwas, da sie etwas wackelig wirken.

Apple bevorzugt

Das Earset 3i verfügt über eine Fernbedienung, die es ermöglicht, die Wiedergabe zu steuern. Ein Mikrofon ist ebenfalls integriert, damit können die Hörer auch zum Freisprechen verwendet werden. B&O preist das Produkt als “Made for iPod, iPhone and iPad” an, im futurezone-Test funktionierten einige Funktionen tatsächlich nur mit Apple-Geräten. Die Audiowiedergabe und das Freisprechen sind auch unter Android möglich, die Fernbedienung ist aber nur bedingt zu gebrauchen. Die Lautstärkeregelung und das Annehmen von Gesprächen auf Knopfdruck funktionieren nur unter iOS.

Der Klang der Kopfhörer ist sehr gut. Musik wird originalgetreu wiedergegeben und verzerrt auch bei höherer Lautstärke nicht. Einzig die Bässe könnten noch einen Tick ausgeprägter sein, das liegt aber wohl im Ohr des Zuhörers. Der Klang ist stets klar, egal ob Klassik oder Hip-Hop. Auch beim Telefonieren ist die Akustik makellos, das Mikrofon verrichtet ebenfalls gute Dienste. Dadurch, dass die Kopfhörer den Nutzer nicht komplett von der Umwelt abschirmen, muss die Lautstärke im Freien bei lauter Umgebung relativ hoch gedreht werden, was auf Dauer problematisch sein kann. Der Klang ist aber auch im Freien sehr gut.

Fazit und Preis

Alles in allem ist das Earset 3i ein gutes Produkt mit eigenwilligem Aussehen. Fans der B&O-Optik werden sich mit dem Äußeren der Kopfhörer schnell anfreunden, Fans von unauffälligem Design werden weniger glücklich mit dem Earset 3i. Der Tragekomfort ist exzellent. Sportliche Nutzer werden den sichern Halt durch die Ohrbügel schätzen, ein Verrutschen der Stöpsel ist praktisch unmöglich. Klang und Verarbeitung sind sehr gut, ein Manko ist die unter Android nicht funktionierende Fernbedienung. Der stolze Preis von 160 Euro (Unverbindliche Preisempfehlung von B&O) ist hoch, vergleichbare Audioqualität ist auch deutlich günstiger zu haben. Ob das Design und die Verarbeitung den Aufschlag Wert sind, müssen potenzielle Kunden entscheiden. Android-User werden schon aufgrund der unvollständigen Kompabilität eher zu Alternativen greifen.

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation zwischen Novis und futurezone.at

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