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05.04.2015

Debatte: Kein Verkauf der Apple Watch in der Schweiz?

Mit seiner Apple Watch will der US-Konzern ab 24. April den Uhrenmarkt aufmischen. Ausgerechnet in der Schweiz könnte Apple aber ein Markenproblem bekommen.

Wenn ab dem 24. April die Apple Watch in neun Ländern, darunter Deutschland, Frankreich und Großbritannien verkauft wird, heißt es für die Schweiz, das Land der Uhren, bitte warten! Dass die Schweiz - wie übrigens auch Österreich - nicht zu den ausgewählten Ländern gehören wird, bei denen die Smartwatch von Anfang an erhältlich sein wird, war bereits klar. Einem Bericht des Schweizer Fernsehen RTS zufolge könnte Apple aber bis Ende des Jahres zur Untätigkeit gezwungen sein. Grund soll eine Markeneintragung des Uhrenherstellers Leonard sein.

So wird das Interface der Apple Watch aussehen

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Apfel-Logo auf Uhr patentiert

Dieser hat sich nämlich 1985 das Recht am Namen Apple sowie eines Apfel-Logos im Bereich Uhren gesichert. Dem Bericht zufolge soll das "Patent" nach 30 Jahren, also Ende 2015 auslaufen. Ob Apple den Unannehmlichkeiten aus dem Weg geht und entweder den Launch in der Schweiz auf nächstes Jahr verschiebt oder sich außergerichtlich mit Leonard einigt, sei offen. Von Apple war naturgemäß keine Stellungnahme zu erreichen.

Der Schweizer Rechtsanwalt Martin Steiger hat dem Medienbericht, der unter anderem von der Nachrichtenagentur Reuters verbreitet wurde, heftig widersprochen. Bei dem bestielten Apfel und dem Schriftzug APPLE handle es sich nicht um ein Patent - ein solches sei zumindest nicht hinterlegt - sondern lediglich um eine "Wort-Bild-Marke". Diese laufe auch nicht Ende des Jahres ab, sondern könne alle 10 Jahre erneuert werden - das nächste mal im Juni 2015.

Verwechslungsgefahr?

Laut dem Anwalt könne ein Verkaufsverbot nur dann angestrebt werden, wenn sich durch die Apple Watch eine Verwechslungsgefahr mit der eingetragenen Marke ergibt und die Ähnlichkeit in einem bestimmten Warenbereich zu groß ist. Auch hänge es davon ab, ob Leonard die Wort-Bild-Marke in den vergangenen Jahren überhaupt verwendet hat. War dies die vergangenen fünf Jahre nicht der Fall, hätte es der Schweizer im Fall eines angestrebten Verkaufsverbots ebenfalls schwer.

Wie dem auch sei: Ungeachtet der kleinen Größe des Landes ist die Schweiz seit jeher ein wichtiger Markt für Apple. Seine Apple Watch in der Heimat von Leonard, Rolex, Swatch, Tag Heuer, Omega und vielen anderen Uhrenherstellern auf den Markt zu bringen, hat in diesem Fall auch mit Prestige zu tun. Die traditionellen Hersteller, die das Smartwatch-Phänomen zunächst belächelt haben, arbeiten im Hintergrund nun bereits selber an Smartwatch-Konzepten.