Dino-Quiche
Dino-Quiche
© Natural Machines

Ernährung

Dinosaurier-Quiche aus dem 3D-Drucker

“Wir wollen den Menschen zu einer gesünderen Ernährung verhelfen, sie sollen frische Zutaten verwenden und zuhause kochen. Mit unserem Essens-Drucker Foodini geht das mit wenig Zeitaufwand und ohne großes Küchenwissen”, sagt Antonio Sepulveda von Natural Machines gegenüber der futurezone. Der Foodini kostet 1239 Euro und kann gegen eine Anzahlung von 248 Euro vorbestellt werden. Eine erste Serie soll noch im ersten Halbjahr 2015 verschickt werden, die Massenproduktion ist für die zweite Jahreshälfte geplant.

Der Foodini kann verschiedene Lebensmittel verarbeiten. Das Ziel der Erfinder ist aber nicht, dass der Drucker bei jedem Gericht zum Einsatz kommt. Die Kunden sollen Foodini eher nutzen, um ihre liebsten Gerichte, die bei händischer Zubereitung mit schwierigen Schicht- oder Formvorgängen verbunden sind, zuzubereiten - wie etwa Brezeln, Zopf oder Ravioli. Die Materialkammern des Druckers können mit beliebigen flüssigen oder teigigen Substanzen gefüllt werden. “Die Mitglieder unseres Entwicklungsteams drucken am liebsten komplexe Strukturen, dazu brauchen sie relativ festes Ausgangsmaterial. Ich bevorzuge Gerichte mit verschiedenen Zutaten, wie unsere Quiche in Dinosaurierform”, sagt Sepulveda.

Amateure und Profis

Der Foodini soll nicht nur Hobbyköche sondern vor allem auch Profis aus der Gastronomie ansprechen. “Wir haben bereits Anfragen aus über 70 Ländern bekommen. Derzeit fokussieren wir uns darauf, die Anforderungen von Profiköchen, Restaurants und Bäckereien zu erfüllen, so dass der Foodini höchsten Ansprüchen genügt”, sagt Sepulveda. Trotzdem soll der Foodini auch Anfängern viel Freude bereiten. Das Gerät verfügt über eine Internetanbindung und einen Touchscreen. Nutzer können sich so Rezepte aussuchen. Der Foodini gibt dann Anweisengen, welche Zutaten eingefüllt werden sollen. So können auch Amateure eine große Zahl von Gerichten zubereiten.

Der Foodini übernimmt dabei allerdings immer nur einzelne Schritte in der Zubereitung eines Gerichts. Die Ravioli etwa müssen immer noch gekocht und die passende Sauce dazu zubereitet werden. Sepulveda jedenfalls glaubt, dass das automatisierte Formen von Speisen mithilfe von 3D-Druckern eine kulinarische Zukunft hat. Ob es sich bei der Technik wirklich um eine Form von 3D-Druck handelt, sei dabei gar nicht so wichtig. “Ich denke, dass heute zu viele Dinge unter dem Begriff 3D-Druck zusammengefasst werden. Einige Unterkategorien werden meiner Meinung nach eigenständige neue Industrien werden. Das Drucken von Plastik hat nichts mit dem Drucken von Autos oder von Knochen zu tun. In Zukunft werden wir wohl noch viele weitere ähnliche Anwendungen sehen”, sagt Sepulveda.

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Markus Keßler

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